Skip to main content

Exkurs: Was sind Kurzumtriebsplantagen?

erstellt von Milenka Hampel | |   Biomasse

Kurzumtriebsplantagen (KUP) liefern Energieholz von landwirtschaftlichen Nutzflächen und sind damit ein wichtiger Bestandteil für die Umsetzung einer erfolgreichen Energie- bzw. Wärmewende. Hier ein kurzer Faktencheck und weiterführende Links für den interessierten Leser.

Als Kurzumtriebsplantage (KUP) wird der Anbau schnellwachsender Bäume (meist Pappeln oder Weiden) auf landwirtschaftlicher Nutzfläche mit dem Ziel der zumeist energetischen Verwertung beschrieben. Schnellwachsende Bäume sind als Gehölze mit einem hohen jährlichen Ertragszuwachs in den ersten Jahren nach der Pflanzung definiert - wobei diese ebenfalls die Fähigkeit zum Stockausschlag, der Fähigkeit zur Regeneration aus dem nach der Ernte im Boden verbleibenden Wurzelstock, aufweisen müssen [1]. Die Umtriebszeit, der Zeitraum zwischen den Ernten, kann nach Standort, Bestandsdichte und Qualitätsansprüchen von kurz (3-5 Jahre), mittel (6-10 Jahre) bis lang (> 10 Jahren) variieren [2, 3], wobei der Trend hin zu einer mittleren bzw. Midi-Rotation geht, die die Qualitätsansprüche hinsichtlich des Holz-Rinde-Verhältnisses besser erfüllt. Als Landnutzung gehören die KUP demnach zu den landwirtschaftlichen Dauerkulturen.

Im Projekt COP4EE werden potenzielle KUP-Flächen zur Unterstützung der Versorgung des Untersuchungsgebietes mit Erneuerbarer Energie aus Biomasse aufgezeigt. Dabei werden Satellitenbilddaten des Copernicus-Programms verwendet um diese Flächen auszuweisen und die Biomasseproduktion der KUP über die Jahre zu monitoren.

Referenzen:

[1] Bärwolff M., Reinhold G., Fürstenau C., Graf T., Jung L., Vetter A. (2013): Gewässerrandstreifen als Kurzumtriebsplantagen oder Agroforstsysteme.

[2] Unseld R., Möndel A., Textor B., Seidl F., Steinfatt K., Kaiser S., Thiel M., Karopka M., Nahm M. (2010): Anlage und Bewirtschaftung von Kurzumtriebsflächen in Baden-Württemberg – Eine praxisorientierte Handreichung. Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg (LTZ). 3. Auflage.

 [3] Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) (2012): Energieholz aus der Landwirtschaft. 5. Auflage.

Quelle: eigene Aufnahme
Quelle: eigene Aufnahme
Quelle: eigene Aufnahme